Marte Meo

Entstehung

Von einem guten Moment
zu einem besseren Leben.

Marte Meo wurde in den 70er Jahren von der Niederländerin Maria Aarts entwickelt. Die Methode entstand aus dem Wunsch heraus, Eltern von autistischen Kindern zu befähigen, ihre eigenen Kinder in der Entwicklung zu unterstützen und nicht, wie es damals üblich war, ausschließlich von Fachkräften in Heimen betreuen zu lassen.

Zu Beginn hat Maria Aarts intensiv gut funktionierende Familien beobachtet und die natürliche Interaktion zwischen Eltern und ihren Babys analysiert. Sie stellte sich u.a. folgende Fragen: Was machen Eltern intuitiv, um eine intensive Beziehung zu ihren Babys herzustellen? Wie unterstützen sie ihre Babys darin, dass sie sich selbst beruhigen können oder dass sie aufmerksam sind? Was machen sie, damit ihre Kinder später mit anderen Kindern spielen oder in der Schule selbständig arbeiten können? Welche Unterstützung geben Eltern ihren Babys, damit aus ihnen selbstbewusste und glückliche Erwachsene werden? Maria Aarts beobachtete, dass Eltern ihre Kinder in vielen Momenten des Alltags intuitiv unterstützen. Aus diesen Beobachtungen leitete Maria Aarts die sogenannten unterstützenden Marte Meo Kommunikationselemente ab.

Diese intuitive elterliche Unterstützung und die kindlichen Entwicklungsprozesse bilden die erste Säule von Marte Meo.

Die zweite Säule ist die besondere Art der Informationsvermittlung. Maria Aarts hat lange daran gearbeitet eine Methode zu entwickeln, die diese wichtigen Informationen so vermitteln kann, dass sie verstehbar und brauchbar sind und von den Bezugspersonen im Alltag umgesetzt werden können. Für die Angehörigen ist es wichtig zu wissen, WIE und WANN sie Unterstützung geben können. Genau das wird in den Videos gezeigt: das Marte Meo-3W-Beratungssystem.

Marte Meo entwickelt sich seitdem ständig weiter und wird mittlerweile in über 40 Ländern weltweit in verschiedensten Fachbereichen eingesetzt (z.B. in Kindergärten und Schulen, in der Jugendhilfe, in Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen, in Altersheimen, im Coaching und der Paarberatung).

Auch Marte Meo kann die Grenzen einer bestehenden Behinderung oder Erkrankung nicht überschreiten. Diese ressourcenorientierte Methode ermöglicht es aber, dass Entwicklungsschritte nachgeholt und bestehende Fähigkeiten in einem größtmöglichen Maß genützt werden können. Durch das Aufzeigen und Wiederholen von gelungenen Interaktionsmomenten kann das Bestmögliche aus einem Leben gemacht werden.

Ein guter Moment macht einen besseren Tag. Ein besserer Tag macht eine bessere Woche. Eine bessere Woche macht einen besseren Monat. Ein besserer Monat macht ein besseres Jahr. Und ein besseres Jahr macht ein besseres Leben. (Maria Aarts, mündlich).